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Präludium in H moll Bach/Siloti

Silotis Bearbeitung gehört heute zu den beliebtesten Konzertstücken für Klavier. Sie vereint Bachs barocke Strenge mit der romantischen Sensibilität des späten 19. Jahrhunderts. Viele Pianisten schätzen sie wegen ihrer meditativen und ergreifenden Atmosphäre.

Das Präludium in h-Moll, BWV 855a, ist ein wunderschönes Klavierstück von Johann Sebastian Bach, das ursprünglich als Teil des "Wohltemperierten Klaviers" (BWV 855) Band 1 für Cembalo komponiert wurde. Die Version, die heute oft gespielt wird, ist jedoch eine Bearbeitung des russischen Pianisten Alexander Siloti.

Entstehung und Bearbeitung durch Siloti

Bach schrieb das Präludium ursprünglich in e-Moll für Cembalo. Alexander Siloti (1863–1945), ein Schüler von Franz Liszt, bearbeitete das Stück und transponierte es nach h-Moll. Dabei veränderte er die Struktur und fügte romantische Elemente hinzu, indem er zum Beispiel die linke Hand durch weiche, arpeggierte Akkorde erweiterte und insgesamt einen lyrischeren, fast träumerischen Charakter schuf.

Musikalische Merkmale

  • Die Siloti-Version ist langsamer und ausdrucksvoller als Bachs Original.
  • Es dominiert eine sanfte, fließende Melodie, die von arpeggierten Begleitfiguren getragen wird.
  • Die Harmonik bleibt typisch für Bach, doch durch Silotis Bearbeitung entsteht ein fast impressionistischer Klang.